Hier finden Sie aktuelle Meldungen rund um den Außenhandel

 

Irak – Vermeiden Sie Fehler, denn das Konsulat lehnt korrigierte Ursprungszeugnisse ab

Der DIHK berichtet, dass das irakische Konsulat in Berlin wiederholt die Legalisierung nachträglich korrigierter bzw. neu ausgefertigter Ursprungszeugnisse abgelehnt hat. Selbst bei kleineren Fehlern wie z.B.

Ø  einem Zahlendreher bei der Akkreditivnummer oder

Ø  minimalen Gewichtsabweichungen auf dem Ursprungszeugnis vom tatsächlichen Gewicht

Das Konsulat verweigert in diesen Fällen sowohl die nachträgliche Korrektur als auch die komplette Neuausfertigung eines Ursprungszeugnisses, wenn dieselbe Ware, für die bereits früher ein Ursprungszeugnis ausgestellt wurde, betroffen ist.

Hintergrund sind laut Angaben des Konsulats die strengen Vorgaben der irakischen Regierung.

Meine Empfehlung:

Sind Rechnungen oder Ursprungszeugnisse vom irakischen Konsulat zu legalisieren überprüfen Sie diese vorab im 4-Augen Prinzip. Vergleichen Sie alle Angaben mit den übrigen Dokumenten. Im Falle von Akkreditivgeschäften sollten Sie die zu legalisierenden Dokumente vorab von der Bank überprüfen lassen. So stellen Sie sicher, dass keine nachträglichen Änderungen erforderlich sind und ersparen sich Probleme bei der Einfuhr Ihrer Waren. Im Fall eines Akkreditivs ist die Sicherheit Ihrer Zahlung durch vorab geprüfte Dokumente nicht gefährdet.

 

Griechenland – staatliche Exportkreditversicherung bleibt weiterhin möglich

Die staatliche Absicherung Ihrer Exportgeschäfte nach Griechenland soll für kurzfristige Geschäfte (Ausfuhren mit Zahlungszielen unter 2 Jahren) zunächst bis zum 30.06.2018 weiterhin möglich sein. Die EU-Kommission hat entschieden, dass Griechenland weiterhin „nicht marktfähig“ ist.

Damit eröffnet Ihnen der Bund Absicherungsmöglichkeiten in einem ansonsten marktfähigen Land. Eine gute Chance für Sie als Exporteur, im griechischen Markt aktiv zu sein und Ihre Lieferungen auf sichere Füße zu stellen. Bei anstehenden Exportgeschäften sollten Sie die Möglichkeit der staatlichen Absicherung auf jeden Fall prüfen. Die Kosten für die Absicherung Ihrer Griechenlandlieferungen sind gut angelegtes Geld.

Mein Tipp

Berücksichtigen Sie die anfallenden Kosten für die Absicherung schon in Ihrer Auftragskalkulation. So wird Ihre Gewinnmarge davon nicht beeinträchtigt.

Beachten Sie, dass Sie die Deckung vor Abschluss des Kaufvertrags beantragen müssen. Weitere Voraussetzungen für die Absicherung sind unter anderem die Kreditwürdigkeit Ihres Kunden, sowie die Vereinbarung handelsüblicher Zahlungsbedingungen.

Die staatliche Exportkreditversicherung kann Ihnen so Geschäfte ermöglichen, die Sie ansonsten aufgrund des erhöhten Risikos nicht abwickeln würden. In griechischen Interessenten finden Sie oft dankbare und langjährige Kunden.

Nähere Informationen finden Sie unter www.agoaportal.de

 

UZK

Das müssen Sie jetzt bei der Ausstellung von Ursprungszeugnissen beachten

Durch das Inkrafttreten des Unionszollkodexes haben sich für Sie bei der Ausstellung von Ursprungszeugnissen Änderungen ergeben. Die Formularsätze der Ursprungszeugnisse wurden angepasst. Seit dem 1.Mai 2016 lautet die Bezeichnung „Europäische Union“ und nicht mehr „Europäische Gemeinschaft“ wie zuvor.

Sie können die „alten“ Formulare dennoch bis zum 30.4.2019 weiterverwenden. Die IHK weist aber darauf hin, dass ein Mix von neuen und alten Formularen nicht möglich ist.

Die Angabe „Europäische Gemeinschaft“ ist nur noch zulässig bei Altverträgen, die Sie vor dem 1. Mai 2016 abgeschlossen haben, wenn dies laut Akkreditiv gefordert ist. Sie können nach wie vor weiterhin den Namen eines einzelnen Mitgliedsstaates der EU mit dem Zusatz „Europäische Union“ (in Klammern) auf dem Formular angeben.

 

 

Schweiz

Neu seit 1.1.2016: UID-Nummern-Pflicht bei der Zollabfertigung  – das müssen Sie beachten

Seit dem 1.1.2016 können Zollabfertigungen in der Schweiz nur noch durchgeführt werden, wenn die Unternehmens-Identifikation-Nummer (UID-Nummer) des Schweizer Importeurs oder Exporteurs genannt wird. Die einheitliche UID-Nummer ersetzt schrittweise sämtliche Steuer- und Registriernummern für Unternehmen in der Schweiz.

 Was das für Sie als Exporteur bedeutet:

Liegt bei der Verzollung keine UID-Nummer des Schweizer Importeurs vor, kann es zu Schwierigkeiten bei der Verzollung in der Schweiz kommen. Teilen Sie daher Ihrem Dienstleister die UID-Nummer Ihres Schweizer Kunden mit. Es wird empfohlen die UID-Nummer des Kunden in der Rechnung auszuweisen – so vermeiden Sie Probleme und sparen kostbare Zeit. Eine Übergangsfrist ist für die Einführung der UID-Nummer nicht vorgesehen.

 

Russland

EU verlängert die bestehenden Sanktionen bis zum 31.1.2016

Die Europäische Union hat die Wirtschaftssanktionen gegen Russland zunächst bis zum 31.1.2016 verlängert. Die restriktiven Maßnahmen gegen die Krim bleiben bis zum 23.6.2016 bestehen. Aufgrund der aktuellen Situation hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Hotline für Fragen zu Sanktionen gegen Russland eingerichtet.

Hotline BAFA Telefon: 061 96 90 81 37

Bei Fragen zu Finanzsanktionen können Sie sich an das Servicecentrum der Finanzsanktionen der Deutschen Bundesbank wenden: Telefon: 089 28 89 38 00

 

Libyen - als Zahlungsbedingung nur noch Akkreditiv möglich

Die Industrie- und Handelskammer informiert, dass Lieferungen nach Libyen nur noch unter Verwendung der Zahlungsbedingung Akkreditiv möglich sind. Andere Zahlungsbedingungen sind bis auf weiteres ausgeschlossen.